Über mich

Ich heiße Saskia Durst, wohne in Staufen und bin dreifache Mutter mit drei unterschiedlichen Geburtserfahrungen. Ich hatte sehr einfühlsame Begleitung durch Hebammen in Vor- und Nachsorge, einen starken Partner unter Geburt und ein kleines bisschen Glück mit dem Kreißsaal-Team. So konnte ich nahezu interventionslose Geburtsreisen haben, trotz Beckenendlage und Frühgeburt - auch wenn ich zweimal die erste Nacht von meinen Babys getrennt wurde. Wahrscheinlich muss ich keiner Mama erzählen, wie furchtbar das war. Trotzdem war mir die interventionslose Geburt so wichtig, dass ich alle dreimal an den Geburtsort gegangen bin, der mir das zugesichert hat. 
Es ist und war jedesmal schwierig, nicht die vertraute Begleitperson aus der Schwangerschaft auch unter Geburt bei mir zu haben. Deshalb begleite ich dich und deinen Partner gerne auf deinem Weg.

Seit 7 Jahren wandle ich durch meine Mutterschaft und frage mich immer wieder, wie es sein kann, dass so gar nichts mehr von meinem alten ich übrig ist. Aspekte ja, aber vieles entspricht mir nicht mehr. Zum Beispiel weiter das Handwerksunternehmen mit meinem Mann zu führen und so viel wertvolle Lebenszeit mit so viel Anstrengung zu verbringen, die mich dann zu einer unausgeglichenen Frau und Mutter machen. In meinem alten Leben war das stimmig. Ich habe mich sehr über den Erfolg definiert und habe damals das getan, was stimmig war. Das war keine einfache Entscheidung dieses Baby loszulassen, um mein ganz eigenes Baby reifen zu lassen und zu verwirklichen. 
Schon als Kind wollte ich die Welt verändern, Brunnen bauen in Afrika, etwas tun, was bleibenden Mehrwert für andere hat. Eine Lehrerin schrieb mir ins Poesiealbum: Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten, viele kleine Schritte tun, können sie das Gesicht der Erde erneuern. Und daran glaube ich noch heute. Jeder einzelne Mensch ist mit seinem Tun und Wirken hier auf Erden wichtig. Ich wollte aber auch eine Familie gründen und den Mann fürs Leben finden. Der Mann fürs Leben hatte auch Pläne, er wollte sein Handwerksunternehmen aufbauen. Und so war ich nach meinem Diplom-Betriebswirt an seiner Seite, habe alles in diesen Traum investiert und mich gut gefühlt, wenn auch die meiste Zeit überarbeitet und erschöpft und teils kaum fähig in der Freizeit etwas anderes zu tun als schlafen. 
Dann waren wir soweit unsere Familie zu gründen. Unendlich glücklich nach der herausfordernden Geburt, weil das Prinzchen auf seinem Thron sitzen bleiben wollte und mit dem Popo zuerst das Licht der Welt begrüßte…. Und drei Wochen später in völliger Überforderung, tiefsten Tiefs und höchsten Hochs, ständig erschöpft und vor allem – einsam. Das war also Muttersein? Alle Mamas, die ich auf den Straßen sah, riefen in mir die Frage wach: Sie haben das auch alles erlebt? Und sind gerne Mutter? Zum Glück war mir im Geburtsvorbereitungskurs schon Yoga begegnet und ohne das einmal die Woche wäre ich sicher nicht so halbwegs durch diese Zeit gekommen. Es brauchte 8 Monate bis ich mich mit meinem kleinen Prinz eingefunden hatte. Und natürlich habe ich schon im Wochenbett wieder Büroarbeit übernommen. Weil für mich ändert sich ja nichts, nur weil das Baby jetzt da ist. Weit gefehlt… 
Nach dem ersten Jahr war klar, das Kind geht nicht mit 1 Jahr in die Krippe, zu unwiederbringlich ist die Zeit und zu schnell geht sie vorbei. So organsierte ich mich mit Freunden und Familie, um wieder zu arbeiten. Aber da stimmte so gar nichts mehr für mich. Der ständige Druck, das Gefühl, nie fertig zu werden waren einfach Gift für mein Mama-Sein. Die guten Zeiten waren deutlich zu wenig. Und egal wie ich mich anstrengte, es war nichts von Dauer. Als das zweite Kind bei uns angekommen war, konnte ich deutlich sehen, dass wir für eine Elternschaft wie wir sie uns vorstellen, andere Bedingungen schaffen müssen. Ich teilte das mit meinem Mann und stieß auf taube Ohren. Ich konnte es nicht fassen, stellte er den Familienfrieden etwa nicht so hoch wie ich? Es gelang nicht, gemeinsame Visionen zu entwickeln. Die Anstregung blieb, die Überforderung blieb, die Traurigkeit blieb und die Wut kam. 
Als ich innerhalb vier Jahren in der dritten Schwangerschaft war – die Kindlein hatten sich die Zeitpunkte selbst ausgesucht gegen alle Widerstände – war bei mir der absolute Tiefpunkt gekommen. Nachdem die Paartherapie keinen Erfolg hatte und ich in Einzeltherapie gegangen war (Vielleicht liegt’s ja alles an mir?!), stieß ich auf eine Coachin in Freiburg. Ich las ihre Seite und wusste, da geht’s lang. Ich hatte eine 3 stündige Sitzung, obwohl nur 1 Stunde angesetzt war. Ich kam wieder in Kontakt mit mir selbst, ich lernte wie ich meine innere Unabhängigkeit stärken kann, ich spürte wieder wo meine Freude unabhängig von Leistung fließt und ich fing mit Journaling an. Ich baute die Dinge in mein Leben ein, die mir wirklich gut taten und machte im zweiten Drittel der Schwangerschaft endlich den ersten Teil des großen Selgelscheins, ein lang gehegter Traum. 
Dann kam unser drittes Kind zur Welt, das erste Mädchen und ich wusste, für mich ist hier die Familienplanung abgeschlossen. Eine deutliche Klarheit machte sich breit, dass es jetzt Zeit wird, mein Leben und meine Umstände in die Hand zu nehmen. Ich entschied mich für die Doula-Ausbildung direkt Anfang der Corona-Welle und nahm mein Baby einfach mit. Meine beste Freundin betreute die kleine während meiner Ausbildung, ein Hoch auf die Frauenfreundschaften!!! Die Welt der Frauengemeinschaft eröffnete sich mir und ich werde nie vergessen, wie wir immer wieder mit Tränen in den Augen im Kreis saßen,28 Frauen, die sich vorher nicht kannten. Jede einzelne brachte ihre Einzigartigkeit ein und auch ich war plötzlich mit allem so richtig. WOW, was für ein warmes Gefühl. Ich fing an als Doula zu arbeiten und konnte auch da bald spüren, dass es mir nicht reicht, 5 Frauen im Jahr in ihre Kraft und ihr Vertrauen zu begleiten. Die Schwangerenyoga-Ausbildung lag nahe und brachte mir die Möglichkeit, Gruppen von Frauen zu begleiten. Seit Oktober 2021 laufen Kurse fortlaufend. Ich kann immer noch nicht fassen, was sich alles in meinem Leben verändert hat, wie ich mich verändert habe und wie unendlich gut sich all das anfühlt, was ich selbst verwirklicht habe! 
Dann lief mir im Zuge meiner Doula-Tätigkeit und meinem Eigenstudium die Muttertät über den Weg. Ich las, dass die Muttertät ähnlich wie die Pubertät eine tiefgreifende Umbruchs-und Entwicklungsphase ist, die mit dem Übergang in die Mutterschaft zusammenhängt. Dass alle Frauen sie erleben, auf körperlicher, psychischer und der zwischenmenschlichen Ebene. Sie kann bis zu zwei Jahre und darüber hinaus anhalten UND sie wiederholt sich mit jeder Schwangerschaft, wenn auch schwächer! WAS??? DAS IST DIE LETZTEN 5-6 JAHRE MIT MIR LOS? Warum wird nirgends davon gesprochen, warum begleitet einen da keiner, warum, warum, warum! 
Mein Feuer ist entzündet, ich will die Gesellschaft für diese verkannte Entwicklungsphase sensibilisieren. Ich will die Frauen und Paare darauf vorbereiten, was da auf sie zukommt. Und ich will Frauen, die in diesem Neu-Findungsprozess stecken, empowern, begleiten, unterstützen, dass all die Geschenke, das ganze Potenzial, das in dieser Neu-Ausrichtung liegt, erkannt und gelebt werden kann. Dafür nutze ich alles, was ich an Erfahrung aus 7 Jahren bedürfnisorientierter Elternschaft mitgenommen habe, das geht von gewaltfreier Kommunikation bis zu den neusten neurowissenschaftlichen Erkenntnissen bezüglich der Kinderentwicklung. Ich habe zusätzliche Ausbildungen gemacht bei Jessie Harrold aus Kanada in ihrem "The Village" Programm, das sich ausschließlich mit Muttertät als Übergangsphase der Frau zur Mutter beschäftigt, bei Irka Schmuck aus Freiburg die Grundausbildung zur energetischen Arbeit und bei der wissenschaftlichen Akademie für Weiterbildung in Freiburg im Bereich systemische Methoden und Konzepte, um auch wirklich umfassend begleiten zu können. Außerdem alles, was ich an Tools erlernen und erfahren durfte, um mich selbst zu spüren, zu lieben, zu achten und zu wertschätzen. Wer sich selbst nicht wertschätzt, wird Wertschätzung auch nicht von anderen annehmen können. Alles, was ich an Wissen über die Muttertät habe und das stetig wächst, fließt hier ein. Ich netzwerke mit Wissenschaftlern, Fachleuten und anderen Frauen, die dieses Thema im Fokus haben, denn Teamwork makes the dream work! Getragen wird das vor allem von meinem absoluten Glauben an die einzigartigen Fähigkeiten jeder einzelnen Frau, die durch ihre Mutterschaft an ihre Grenzen kommt, ihre weiblichen Qualitäten neu entdeckt und deutlich spürt – hinter dieser ganzen Anstrengung und der Desorientierung liegt irgendwo das Leben, das ich leben will, ich bin nur durch meinen Übergang in die Mutterschaft so aus der Bahn, das ich nicht weiß wie. 

Dann schreib mich an, ich will dass du in deiner neuen Identität ankommst und zu der strahlenden Frau, Mutter und Freundin wirst, die du in die bereits bist und ich gehe mit dir den Weg in meinem Muttertätsprogramm "Mama, wer bist du?"! 




Wenn du vielleicht schon weit fortgeschritten bist in deiner Schwangerschaft und dir jetzt Sorgen machst, dass die Begleitung deshalb nicht komplett stattfinden kann, möchte ich dich beruhigen. Melde dich gerne und wir sehen, wie wir trotzdem zusammenkommen können.

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen! 
Die Kennenlerntreffen sind kostenlos und dienen rein der Information über meine Arbeit und der Klärung eurer Fragen zur Doula-Geburtsbegleitung oder zum Muttertätscoaching. Sie dauern in der Regel eine Stunde.